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Der Junggesellenabschied

Der Junggesellenabschied hat eine lange Tradition und findet seinen Ursprung im antiken Griechenland.

In der heutigen Zeit ist es normal, dass sowohl die Frau als auch der Mann den „letzten Abend in Freiheit“ nochmals ausgelassen mit Freunden feiern, doch dies war nicht immer so!

Ursprünglich war der Junggesellenabschied eine Art Test für den zukünftigen Ehegatten, ob dieser würdig genug war, den Bund fürs Leben einzugehen. Sowohl der Brautvater als auch der Vater der Bräutigams prüften an diesem letzten Abend vor der Trauung, ob sich der zukünftige Gemahl der Tochter/Schwiegertochter mit den ehelichen Pflichten auskannte oder tatsächlich noch Handlungsbedarf bestand. Wenn nötig, wurde es also auch richtig ernst und der Bräutigam musste sich oftmals noch einer Moralpredigt unterziehen. Zeitgleich war es jedoch auch die letzte Möglichkeit für ihn, noch einmal ohne Rücksicht auf seine Liebste in einer meist großen Männerrunde zu feiern, denn Wein galt schon in der Antike als Genussmittel auf Feiern und wurde ordentlich vergossen!

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Auch für die Braut gab es einen letzten Abend vor der Zeremonie, der jedoch ein wenig anders verlief. Bei den Frauen wurde das Ritual des Junggesellenabschiedes wesentlich später eingeführt, im 14. Jahrhundert mit dem Brautbad in einem Badehaus. Mit mehreren Freundinnen verbrachte die Braut ihren letzten Abend dort, um den mittelalterlichen Vorschriften der Reinigung nachzukommen. Neben dem Spaß, den die Frauen mit Sicherheit auch hatten, hatte diese Form des Junggesellenabschiedes also durchaus auch formelle Gründe.

Im Laufe der Jahre wurde die Tradition des Junggesellenabschiedes weitergeführt, hat sich jedoch inhaltlich stark gewandelt. Standen anfangs noch Rituale und Pflichtprüfungen für die Tauglichkeit des Mannes und den Vorschriften für die Frauen im Vordergrund, ist dies heute dem ausschließlichen Spaß gewichen. Ein letztes Mal mit den Freunden um die Häuser ziehen, ohne dabei den mahnenden Ehering am Finger tragen – sowohl für die Braut als auch den Bräutigam der letzte, offizielle Abend in Freiheit, der gebührend gefeiert werden muss!

War früher noch der Vater des Bräutigams der Auslöser und Gastgeber für den Junggesellenabschied, so haben diese Aufgabe in der heutigen Zeit die Trauzeugen und besten Freunde übernommen. Und auch wenn dies nicht mehr ganz so ernst genommen wird, wird der Junggesellenabschied auch heute noch hin und wieder zur Prüfungsaufgabe für das zukünftige Brautpaar. Beweist es zum Beispiel den Mut, wenn es darum geht Sachen aus einem Bauchladen auf der Straße an fremde Menschen zu verkaufen? Der Brauch der Prüfungen ist also nicht ganz verflogen, wird heute jedoch nur noch aus Spaß zelebriert!

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